Wie der Gaterslebener Leibnizweg durch Hans Stubbe seinen Namen erhielt. (Beitrag 6/1)

  • Beitrag veröffentlicht:(Di) 27.Apr 2021
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Wie der Gaterslebener Leibnizweg durch Hans Stubbe seinen Namen erhielt. (Beitrag 6/1)

von Gudrun Mönke und Jürgen Hofemeister

Angeregt durch eine Anfrage von Ortsbürgermeister Mario Lange gehen wir in diesem Beitrag der Frage nach, ob sich ein wichtiger Bezug von Hans Stubbe‘s und Gottfried W. Leibniz‘ Leben und Wirken nachweisen ließe? Wir sehen einen triftigen Bezug in beider Bemühen wissenschaftliche Erkenntnisse in praktischen Nutzen zu verwandeln. Leibniz hat dafür das Credo theoria cum praxi geprägt und mit diesem Vorsatz in seinem späteren Leben beharrlich für die Gründung von Akademien geworben und schließlich auch den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III., den späteren König Friedrich I. 1700 zur Gründung der Königlich Preußischen Sozietät der Wissenschaften (heute Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) überreden können.

Hans Stubbe war als Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften und weiterer staatlicher Leitungsorgane, Mitbegründer, von 1951 bis 1967 Präsident und oberster Dienstherr der Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften, die nach Artikel 38 des Einigungsvertrages am 31. Dezember 1991 aufgelöst wurde. Es sei daran erinnert, dass Stubbe zeitgleich den Aufbau des Instituts und der Wohnsiedlung um das Institutsgelände organisiert und geleitet hat. Offensichtlich fühlte er sich berufen, dem genialen Denker, Gelehrten und Erfinder Leibniz in unserer Gemeinde am Standort seines Instituts ein Denkmal zu setzten, vermuten Jürgen Hofemeister und Gudrun Mönke.