Leadergruppe Aschersleben/Seeland fördert lebendige Dorfstrukturen durch die Instandsetzung der Brücke über den Mühlengraben in Gatersleben

Leadergruppe Aschersleben/Seeland fördert lebendige Dorfstrukturen durch die Instandsetzung der Brücke über den Mühlengraben in Gatersleben

Die Straßenbrücke über den Mühlgraben befindet sich in unserer Gemeinde in der Bahnhofstraße. Sie ist ein wichtiger Bestandteil unseres innerörtlichen Straßennetzes.
Der Teil der Bahnhofstraße überquert die Brücke über den Mühlgraben und bildet die einzige Zufahrt zum Bahnhof des Ortes. Der Bahnhof Gatersleben ist Bestandteil der RE Strecke Halle – Halberstadt (Goslar) und der Regionalbahn Aschersleben – Halberstadt. Unmittelbar hinter der Brücke Richtung Bahnhof befindet sich ein Haltepunkt zweier Buslinien, die Linie 145 Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH und Linie 235 der Harzer Verkehrsbetriebe GmbH.
Die öffentlichen Verkehrsmittel werden hier stark frequentiert. Durch unseren Ort verläuft der Europaradweg R 1, welcher für den Tourismus der Region große Bedeutung hat.

Aus diesem Grund fördert die Leadergruppe Aschersleben-Seeland das Projekt mit 350.000€. Die geschätzten Gesamtkosten betragen 450.000€. Der Ortsbürgermeister Mario Lange zeigte sich nach der Entscheidung erfreut und erleichtert über diese Fördermittelzusage. “Ohne diese Gelder wäre diese wichtige Brücke bei der schlechten Haushaltslage der Stadt Seeland über kurz oder lang gesperrt gewesen.”, so Lange.

Momentan wird noch die weitere Unterführung nach der Brücke und unterhalb des ehemaligen Trocknungswerksgebäudes untersucht. Dieser Bereich dürfte nach vorsichtigen Schätzungen genau so baufällig sein, wie der Bereich der Mühlgrabenbrücke.
Für die Brücke wurde im Jahr 2018 eine Haupt- und 2019/2020 weitere Sonderprüfungen durchgeführt. Die Prüfberichte seit Januar 2019 weisen für dieses Bauwerk die Zustandsnote 3,8 „Ungenügender Bauwerkszustand“ aus. Die schlechteste Benotung ist die 4,0, hier wird eine solche Brücke voll gesperrt. Bei der letzten Prüfung wurde dokumentiert, dass Steinausbrüche und ausgewaschene Fugen am Gewölbe- und Stirnwandmauerwerk vorhanden, die Stahlprofile der Kragkonstruktion unterhalb des Gehweges verrostet und großflächige Betonabplatzungen zu verzeichnen sind. Auf Empfehlung des beauftragten Ingenieurbüros Ingo Kittler wird deshalb gegenwärtig das Bauwerk monatlichen Kontrollen unterzogen und damit regelmäßig auf Veränderungen kontrolliert.
Da die Standsicherheit des Gewölbes weiterhin erheblich beeinträchtigt ist und keinerlei Aussagen über die Tragfähigkeit im Falle des Versagens des Gewölbes gemacht werden konnte wurde empfohlen, die Brücke mittelfristig zu ertüchtigen bzw. einen Ersatzneubau zu schaffen. Zur Vorbereitung der Erneuerung des Bauwerkes wurde 2019 eine Baugrunduntersuchung durchgeführt. Der Untersuchungsbericht weist aus, dass die Grundwasserverhältnisse ungünstig sind, die Bausubstanz der Widerlagerwände nicht nutzbar und damit ein Neubau erforderlich ist.