Unsere Heimatstube - Gatersleben

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Ein Spiegelbild der Heimatgeschichte von Gatersleben

von Andreas Czihal (Gatersleben)

Zur 1025-Jahrfeier wurde die Heimatstube von Herrn Erhard Teichfischer mit Hilfe vieler
Gaterslebener Bürger in einem Raum der ehemaligen Pothofschule eröffnet. Heute befindet
sich die Gaterslebener Heimatstube auf dem alten Burggelände (Oberhof) neben der Bibliothek
in der Schmiedestraße 1. In drei Räumen werden die Geschichte und das Alltagsleben von
Gatersleben dargestellt.



Die große Stube



In der großen Stube beginnt der Rundgang mit zwei Vitrinen, die Exponate aus der Ur-und
Frühgeschichte des Ortes zeigen. Besonders hervorzuheben sind drei Stücke aus der
Gaterslebener Kultur. Sie sind fast 5000 Jahre alt. Weitere Themen sind die Geschichte der
Gaterslebener Wasserburg (12. Jahrhundert) und des Gaterslebener Sees. Alte Bilder vom Dorf,
Alltagsgegenstände vergangener Tage und das Gaterslebener Max und Moritz Notgeld von
1921 bilden den Abschluss in diesem Ausstellungsraum.



Die Alte Küche



In der ehemaligen Küche des Verwalterhauses wird die Entwicklung der Landwirtschaft des
Ortes präsentiert. Sie beginnt mit der Gründung des bischöflichen Amtes, geht weiter mit der
Gaterslebener Domäne, der Bodenreform 1945 und endet mit der Bildung der
Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Schwerpunkte in diesem Raum sind die
Geschichte der Gaterslebener Schafschererinnen und der Leinenherstellung. Auch gibt es eine
Schusterwerkstatt zu sehen. Der Mittelpunkt des Ausstellungsraumes ist ein alter, großer
gemauerter Herd auf dem viele alte Küchengeräte stehen.


Die kleine Stube



In der kleinen Stube wird die industrielle Entwicklung unseres Dorfes dargestellt. Sie beginnt
1846 mit dem Bau der Zuckerfabrik. Um das Jahr 1850 findet man im Nachbarort Nachterstedt
Braunkohle. Der Schacht wird für viele Generationen ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.
Andreas Heucke baute 1904-1908 seine Fabrik „A. Heucke Dampfpflug-Lokomotiv-Fabrik
Gatersleben“ auf dem Schäferberg. Daraus entstand der Betrieb „Baumaschinen Gatersleben“.
Im Jahr 1945 kam das heutige „Leibnitz-Institut für Pflanzengenetik und
Kulturpflanzenforschung“ nach Gatersleben. Des Weiteren werden Exponate der freiwilligen
Feuerwehr und der Vereine gezeigt. Es sind unter anderem die Sportvereine, der Angelverein,
der ehemalige Reiterverein, der Schützenverein, der Gartenverein und der Volkschor.
Auf Wunsch und Absprache werden auch Führungen durch die Heimatstube und über das alte
Burggelände angeboten.

Kontakt:  Frau K. Schulz, Telefon: 039482 - 79614
                 Herr A. Czihal, Telefon: 039482- 71917





 
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